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Gottfried Hickel: Schreibtraining, Mainz

Lernprogramm

Unsere Sprache besteht aus 26 Zeichen, dem aus den ägyptischen Hieroglyphen über das Protosinaitische, Aramäische, Phönizische und Griechische entwickelten Alphabet.

Jede Sprache verfügt über Tausende, sogar Zehntausende von Worten, die aus diesen Zeichen zusammengesetzt sind.

Die historisch und durch Überlieferung bestimmte Schreibweise dieser Worte, die sich bei unterschiedlichem Klangbild, der Phonetik, innerhalb der uns betreffenden europäischen Sprachen von Land zu Land unterscheidet, heißt Rechtschreibung oder Orthographie, die korrekte Zusammensetzung einzelner Worte zu einem sinnvollen verständlichen Ganzen, einem Satz, wird Grammatik oder Syntax genannt. Die Abgrenzung einzelner Sätze und die Aufgliederung in Unter- bzw. Nebensätze ist Aufgabe der Zeichensetzung oder Interpunktion.

Die Beherrschung dieser sprachlichen Werkzeuge ist Voraussetzung für die Fertigung jedes Schriftstückes. Wenige sind Meister in ihrer Handhabung. Aber auch der sprachliche Gesellenbrief reicht zum korrekten Schreiben schon aus.

Wir müssen uns allerdings klar darüber sein, daß zum Schreiben als Kommunikationsmittel viel mehr gehört.

„An einer Seite Prosa wie an einer Bildsäule arbeiten”

(Kurt Tucholsky)

Dies beginnt schon mit der Auswahl von Papier und des Schreibmittels. Ein Bewerbungsschreiben auf billigem Kopierpapier ist ein sicherer Anwärter für die Mülltonne. Und ein computergedruckter Liebesbrief auf Geschäftspapier erweckt nur in den seltensten Ausnahmefällen ein Kribbeln im Bauch.

Zum Brief gehört das jeweils passende Schreibgerät, das je nach Adressat und Zweck des Schreibwerkes ein Füllfederhalter (z.B. Kondolenzschreiben) oder auch ein Textverarbeitungsprogramm (Behördenpost) sein kann. Es kommt eben auf den Einzelfall an.

Die optische Anordnung des Ganzen stellt die nächste Hürde dar, die es zu nehmen gilt, bevor die inhaltliche Gestaltung in Angriff genommen werden kann. Eine unübersichtliche Anordnung der einzelnen Bestandteile eines Briefes oder im schlimmeren Fall Fettflecke, Fingerabdrücke und Risse im Papier garantieren oft den direkten Weg aus dem Briefkasten in den Papiervernichter. Ungelesen, versteht sich.

Und schließlich bestimmen grammatikalischer Aufbau, Art und Länge der einzelnen Sätze sich ganz individuell danach, warum wir etwas schreiben, wer es verstehen soll und was wir damit erreichen wollen.

Diese Überlegungen und Schritte sind Gegenstand unseres Lernprogrammes.

Nach Abschluß der entsprechenden Lerneinheit sollten Sie imstande sein, für jeden Anlaß im Leben die passende schriftliche „Visitenkarte” zu verfassen und mit Ihrem Schreiben bei dessen Adressaten und Leser in jedem Fall Interesse, Verständnis, und wenn nicht Sympathie, so doch mindestens Respekt und Achtung zu erwerben.

Ich gehe Schritt für Schritt die einzelnen Abschnitte der Verfertigung eines Schreibens mit Ihnen durch und vermittle Ihnen das Gefühl für die jeweils passende Form und den dazu gehörenden Inhalt und dessen Gestaltung.

Dazu gehören eine straffe Sprache ohne modische, nichtssagende Füllwörter und peinliche Anglizismen, die Bildung klarer, verständlicher Sätze und die abwechslungsreiche Anordnung der einzelnen Satzteile zu einem interessierenden und gern gelesenen Ganzen.

Wenn dann eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder die vielversprechende Reaktion auf Ihre hoffnungsfrohe Beantwortung einer Kontaktanzeige in der Post ist. Oder wenn optische Gestaltung, klarer Aufbau und durchdachte Darstellung einer Klausur oder Diplomarbeit oder eines Deutschaufsatzes zu einem entspannten Lächeln und damit einer positiven Beurteilung durch Prüferin oder Prüfer führen, dann wissen Sie, daß Ihre sprachliche Visitenkarte Ihnen Türen öffnet, deren Schloß Sie sonst vielleicht nicht einmal gefunden hätten. Vom passenden Schlüssel ganz zu schweigen.

Als Arbeitsgrundlage dienen uns geeignete Literatur, eigene Briefe und Aufzeichnungen, Zeitungsartikel und ähnliches.

An diesen Beispielen üben wir die Grundregeln auf Erfolg ausgerichteter Korrespondenz.

Orthographische Kenntnisse sind wünschenswert. Deren grundsätzliche Vermittlung würde den Rahmen dieses Lernprogrammes sprengen.

Und wenn Sie sich im Einzelfall einmal auf Englisch ausdrücken müssen, dann kann ich Ihnen da nicht nur die erforderlichen Grundlagen für eine ansprechende und erfolgversprechende Korrespondenz vermitteln, sondern auch mal für Sie einen Brief verfassen. Wenn es gar nicht anders geht.